Sicherheitskonzept der Frankfurt Cloud
Infrastructure as a Service - eine Antwort auf gestiegene Energiekosten in Rechenzentren
Bereits im Jahr 2009 hat die Mainlab GmbH die Bereitstellung virtueller Infrastruktur im Rahmen einer nutzungsabhängigen Dienstleistung (Infrastructure as a Service (IaaS) als Service Ebene im Rahmen des Cloud Computing) als zukunftsweisende Technologie erkannt.
Neben den allgemeinen Kostenvorteilen cloud-basierter Leistungen (lesen Sie hierzu die Zusammenstellung in unserer Sektion Cloud Know How - Allgemeine Hintergrundinformationen zu Cloud Computing) erhielt die dem Cloud Computing zugrunde liegende Technologie der Servervirtualisierung insbesondere durch die zu dieser Zeit stark ansteigenden Strompreise einen großen Auftrieb in dem Rechenzentrumsumfeld, da Strompreise (einschließlich der Infrastrukturumlagen) gerade in Rechenzentren einen großen Anteil (in der Regel über 50%) der Gesamtkalkulation im Rahmen der Bereitstellung von Colocation-Flächen ausmachen. Durch gleichzeitige, ebenfalls sehr deutliche Steigerung der verfügbaren Rechenleitung pro CPU und des damit verbundenen insgesamt sehr hohen Energieverbrauchs von Serversystemen, ist der Betrieb einzelner oder mehrerer dedizierter Server für viele Einsatzzwecke zunehmend unwirtschaftlich geworden beziehungsweise ist aufgrund der oftmals nur geringen Auslastung von Hardware-Ressourcen zumindest unter ökologischen Gesichtspunkten ("green IT") nicht oder nur kaum vertretbar.
Bestehende Skepsis und Unsicherheiten gegenüber (globaler) Cloud Technologien
Aktuellen Studien verdeutlichen, dass für gewerbliche Zwecke noch immer eine weitreichende Skepsis vor „der Cloud“ besteht, da wichtige Daten ohne jede Kontrollmöglichkeit letztendlich „irgendwo im Netz“ verarbeitet und bereitstellt werden. Exemplarisch für globale Clouds stehen dabei die weltweit großen Anbieter und Pioniere des Cloud Computings, wie Google, Amazon Web Services oder Microsoft. Aufgrund der komplexen Strukturen der jeweiligen und oft global betriebenen sowie dem hohen Standardisierungsgrad ist eine Auskunft über die konkreten Standorte der Datenverarbeitung für die meisten Unternehmen mittlerer Größe nicht erreichbar.
Gerade für Unternehmen, die vor der Entscheidung stehen, möglicherweise geschäftskritische Applikationen und Daten in „die Cloud“ zu verlagern, sind die offenen Fragen in puncto Datenschutz und Datensicherheit folglich auch weiterhin ein großes Hemmnis für den Einsatz von Cloud Technologien. Insbesondere stellt sich die Frage, wie den gesetzlichen Kontrollpflichten, insbesondere denjenigen des Bundesdatenschutzgesetzes im Rahmen der Auftragsdatenverarbeitung, nachgekommen werden kann.
Die Lösung:
regionales Cloud Computing
Das frankfurt-cloud.de/maincloud.de betreibende Unternehmen, die Frankfurter Mainlab GmbH, hat das mit der "Frankfurt Cloud" ein Konzept mit lokalem Bezug entwickelt, das schon im klassischen Colocation/Outsourcing-Umfeld (herkömmlicher Betrieb von Servern in einem Rechenzentrum, einem der Hauptgeschäftsfelder der Mainlab GmbH) viele Unternehmen aus dem deutschen Raum dazu bewogen hat, die Leistungen der Mainlab GmbH in Anspruch zu nehmen. Nicht zuletzt leitet sich auch schon der Firmenname der Mainlab GmbH aus dem Namen des Flusses "Main" und dem Wort "Labor" ab und verdeutlicht seit über 10 Jahren, dass das Unternehmen - im Gegensatz zu oft anonymen Großunternehmen - den regionalen Bezug stets in den Vordergrund setzt.
Die Umsetzung:
Regionales Cloud Computing in der Frankfurt Cloud
Aufgrund der verschiedenen Rechenzentrumsstandorte, welche die Mainlab GmbH auf dem gesamten Frankfurter Stadtgebiet betreibt, war es klar, dass eine "Frankfurt Cloud" der erste Schritt eines regionalen Cloud Computings mit Ortsbezug sein muss.
Die Vorteile einer regionalen Frankfurt Cloud:
- Rechenzentrumsstandorte sind bekannt und können jederzeit kontrolliert werden. Die ermöglicht, unter anderem den Anforderungen des Bundesdatenschutzgesetzes in Bezug auf eine Auftragsdatenverarbeitung oder anderer reggulatorischer oder konzernweiter Vorgaben gerecht zu werden. Diese Kontrollmöglichkeit besteht nicht nur für unsere Standorte, sondern für Rechenzentrumsstandorte auf dem Frankfurter Stadtgebiet im Allgemeinen.
- An jedem dieser Standort können virtualisierte Cluster betrieben werden, die sich untereinander replizieren lassen.
- Hardwareunabhängigkeit und deutlich erhöhte Verfügbarkeit und Redundanz, sind die unmittelbaren Vorteile der virtualsierten Umgebung.
- Standortsicherheit: Wir achten darauf, dass alle Rechenzentren, die im Rahmen einer regionalen Cloud zum Einsatz gelangen, gängige Sicherheitsanforderungen und Zertifikate erfüllen und hinsichtlich implementierter Zutrittsmaßnahmen gängige Standards wie Zutrittskontrollsysteme, visuelle Verifizierung aller das Rechenzentrum betretenen Personen, CCTV-System, Geländealarm, Brandschutz- und Frühwarnsysteme. Auch diesbezüglich bestehen selbstverständlich Kontrollmöglichkeiten.
- Kosteneffizienz und andere Vorteile virtualisierter Umgebungen lassen sich durch den Einsatz einer regionalen Frankfurt Cloud erreichen - neben den Kontrollmöglichkeiten der Standorte und zusätzlicher Datensicherheit mit Standort Frankfurt am Main.
- Ausreichende Entfernung zwischen den jeweiligen Standorten sorgt bei weiterhin realistischer Kontrollmöglichkeit auch für eine geographische Redundanz zwischen den Standorten.
- Die Virtualisierungssoftware (Hypervisor) wird dabei von führenden Unternehmen betrieben, so dass Sicherheitslücken so weit es geht ausgeschlossen werden können.
- Alle Verträge unterliegen deutschem Recht.
Maincloud, die Frankfurt Cloud
Unter dem Namen „Maincloud“ (Anspielung auf den Firmennamen der Mainlab GmbH und auf das englische Wort „main“ für zentral) wurde eine zentrale Plattform für Cloud Computing Services geschaffen, die in Zukunft auch andere regionale Anbieter gegen Gebühr nutzen können, um dort auf ihre eigenen cloud-spezifischen Inhalte zu verweisen. Nachdem unter dem alleinigen Namen "Frankfurt Cloud" ab Anfang 2009 zunächst das allgemeine Sicherheitskonzept einer datensicheren regionalen Cloud auf der vorliegenden Webseite zu finden war, hat Mainlab in einem weiteren Schritt und unter Zugrundelegung des Sicherheitskonzepts der Frankfurt Cloud das Angebot um eigene cloud-spezifische Leistungen (Classic Cloud, Flex Cloud, Private Cloud) ergänzen und erweitern können. Das allen Leistungen zugrundeliegende, allgemeine Sicherheitskonzept der Frankfurt Cloud wird stetig weiterentwickelt.

